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Programm | neues kino Basel


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Grafik: Jeanette Besmer

September 2016
Stürmisch bis heiter: Neuere nordische Dokumentarfilme

Do 1.9., 21h
Förvaret - Der Gewahrsam
Von Shaon Chakraborty+Anna Persson, Schweden 2015, 99 Minuten, OvE
Der preisbelohnte Film handelt vom Alltag in einem schwedischen Ausschaffungsgefängnis und ist zugleich eine Erzählung über die europäische Flüchtlingspolitik. Mit einem Gespür für Details schildert er das Leben in Gefangenschaft, das Hoffen, Aufbegehren und Resignieren der abgewiesenen Asylbewerber_innen und den Versuch zweier Angestellter, zwischen Bürokratie und Menschlichkeit zu jonglieren.
Fr 2.9., 21h
Turvapaikka - Asyl
Von Jenni Linko, Finnland 2007, 70 Minuten, OvE
"I had never heard of a place called Finland. When I looked at a map, I realised I will never see my mother again."
Der Film porträtiert drei Jugendliche, Sudi (12), Azim (17) und Wahid (16), die auf eigene Faust in Finnland angekommen sind und nun in einem Zentrum für UMA (unbegleitete minderjährige Asylsuchende) auf den Bescheid der Asylbehörden warten.
Sa 3.9., 21h
Et Hjem I Verden - Ein Zuhause in der Welt
Von Andreas Koefoed, Dänemark 2015, 58 Minuten, OvE
An der Schule des Dänischen Roten Kreuzes in Lynge werden asylsuchende Kinder unterrichtet. Ein Jahr lang begleitete der Regisseur eine Gruppe von 10-Jährigen in ihrer unberechenbaren, ständig sich ändernden Situation. Neutral und auf Augenhöhe zeigt er ihre Versuche, die neue Sprache zu lernen, Freundschaften zu knüpfen, das Erlebte hinter sich zu lassen und ein neues Zuhause zu erschaffen.
Do 8.9. und Fr 9.9., 21h
Idas Dagbok - Idas Tagebuch
Von August B. Hanssen, Norwegen 2014, 63 Minuten, OvE
Ida ist 10, als sie sich zum ersten Mal selbst verletzt. Später führt sie über 8 Jahre lang ein Videotagebuch, worin sie sich mit ihrer psychischen Störung auseinandersetzt, ihre Gedanken strukturiert, mutig ihre persönlichen Niederlagen, Fortschritte und Triumphe dokumentiert. Ohne professionelle Distanz erlebt man mit, wie sich ein emotional turbulentes Leben anfühlt.
Mamma är Gud - Mutter ist Gott
Von Maria Bäck, Dänemark 2013, 30 Minuten, OvE
"The strongest graduation film this year is a visual love poem on psychosis."
Via Skype-Konversationen lässt die Regisseurin ihre psychotische Mutter in bildstarker Ausdrucksweise ihre eigene Welt beschreiben, in der sie Teufelsvögeln begegnet und mit dem Wind verheiratet ist. Eine feine, humorvolle Liebeserklärung an einen schrägen Geist.
Sa 10.9., 20h - Freier Eintritt/Kollekte
Trapped
Von Dawn Porter, USA 2016, 81 Minuten, Ed
US-Reproduktionskliniken kämpfen um ihr Überleben. Seit 2010 sind 288 Gesetze von den Behörden einzelner Staaten verabschiedet worden, die Schwangerschaftsabbrüche regulieren. TRAPPED folgt den Klinikangestellten und deren Anwälten, die dafür sorgen, dass Abtreibung sicher und legal für Millionen von amerikanischen Frauen zur Verfügung bleibt.
Zum diesjährigen fundamentalistischen "Marsch fürs Läbe" der AbtreibungsgegnerInnen vom 17.9. möchten wir ein Zeichen setzen für das Recht, über den eigenen Körper entscheiden zu dürfen.
Do 15.9. und Fr 16.9., 21h
Elvakaffe - Kaffeekränzchen
Von Maria Fredriksson, Schweden 2013, 14 Minuten, OvE
Es ist angerichtet: Porzellangeschirr, Kaffeekanne und Torte stehen bereit. Die Türglocke klingelt und elegant gekleidete Seniorinnen treten ein. Ein unterhaltsamer, unverblümter Kurzfilm über vier ältere Damen, die sich beim Kaffeekränzchen über Sex unterhalten.
Optimistene - Die Optimistinnen
Von Gunhild Westhagen, Norwegen 2013, 91 Minuten, OvE
Nach 40 Jahren gemeinsamen Trainings ist es soweit: Goro, Lillemor, Irma und ihre Teamkolleginnen, alle zwischen 66 und 98 Jahre alt, treffen zum ersten Mal auf eine gegnerische Volleyballmannschaft - und dies gleich in Form eines Länderspiels in Schweden. An der Technik gibt es noch einiges zu feilen, aber die Damen sind höchst motiviert.
Sa 17.9., 21h - ciné sonderbar präsentiert (ab 18 Jahren)
Anita - Ur En Tonårsflickas Dagbok - Das Schwedenmädchen Anita
Von Torgny Wickman, Schweden/Frankreich 1973, 95 Minuten, dt.
Die junge Nymphomanin Anita (Christina Lindberg) erzählt dem Psychologiestudenten Erik (Stellan Skarsgård) ihre Leidensgeschichte. Ein düster-erotisches Schund-Drama, in welchem mit "männlichem Blick" die festgeschriebene Sexualität hinterfragt wird und sich gleichzeitig ein heteronormativer Super-GAU anbahnt. Dieser unbequeme Film lieferte die Vorlage für von Triers "Nymph()maniac", in dem Skarsgård eine ähnliche Rolle spielt. Es ist "kein Film für Pastorentöchter" und irgendwie auch keiner für die Söhne.
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