Programm | neues kino Basel  NEU: Unsere gescannten Plakate/Fliers in der Plakatsammlung 

Sommer 2026
ExSilo Open-Air

ExSilo Freiluftkino im Ostquai, auf dem Dach des Rostigen Ankers, Eingang Hafenstrasse 25, 4057 Basel, beschildert
Platzreservationen können am Vorführdatum zwischen 17:00 und 18:30 gemacht werden. Tel.: 078 679 20 97. Pro Anruf können zwei Tickets reserviert werden.
Kasse und Bar sind ab 20:30 geöffnet, nicht bezahlte und abgeholte Reservationen werden ab 21:00 vergeben. Die Filme beginnen nach Anbruch der Dunkelheit (ca. 21:30). Warme Kleidung ist auch an den heissesten Sommertagen zu empfehlen. Bei ungünstiger Witterung zeigen wir die Filme um 21:30 im neuen kino an der Klybeckstrasse 247.
Infotelefon bei zweifelhaftem Wetter (ab 19:30): 078 679 20 97.
Preise: Normal 20 CHF.
Mitglieder, Studis, Arbeitslose, IV, Kulturlegi 10 CHF.
Bezahlung mit Bargeld oder Twint.
Mi 5.8.
Wattstax
Von Mel Stuart, US 1973, 92 Minuten, E/d
WATTSTAX ist weit mehr als ein Konzertfilm – er ist eine zeitgeschichtliche Momentaufnahme: 1972, sieben Jahre nach den Unruhen von Watts, versammelt das gleichnamige Festival in Los Angeles Stars des Stax-Labels – Isaac Hayes, The Staple Singers, Rufus Thomas, Carla Thomas – und ein überwiegend schwarzes Publikum, das hier nicht nur Musik feiert, sondern kollektives Selbstbewusstsein. Mel Stuart verschränkt die mitreissenden Auftritte mit Strasseninterviews, Stand-up-Passagen von Richard Pryor und Beobachtungen aus dem Alltag der Community. Soul, Funk und Gospel werden zu Trägern politischer Erfahrung, Humor zu einer Überlebensstrategie. WATTSTAX zeigt Pop als soziale Praxis: stolz, wütend, sinnlich – und mit Blick auf die USA 2026 erschreckend gegenwärtig.(Florian Widegger)
Do 6.8.
Neptune Frost
Von Anisia Uzeyman+Saul Williams, RW/US 2021, 105 Minuten, Rw/Rn/Sw/F/E/d
NEPTUNE FROST spielt in den Hügeln von Burundi, wo eine Gruppe entkommener Coltan-Bergleute ein antikolonialistisches Hacker-Kollektiv bildet. Von einer überirdisch wirkenden Elektroschrott-Müllhalde aus versuchen sie, das autoritäre Regime zu stürzen, das die natürlichen Ressourcen der Region – und deren Menschen – ausbeutet. Als eine intersexuelle Ausreisserin und ein entkommener Coltan-Bergarbeiter durch kosmische Kräfte zueinander finden, löst ihre Verbindung Störungen im grösseren übermenschlichen Kreislauf aus. Liquid fluktuierend zwischen den Zuständen des Seins – männlich und weiblich, kolonisiert und frei, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Wachzustand – ist NEPTUNE FROST ein wiederbelebender und empowernder Download direkt auf die Grosshirnrinde. Ein kraftvoller Aufruf, Technologie für progressive politische Zwecke zu nutzen. NEPTUNE FROST ist wie nichts, was Sie je gesehen haben. Das punkige Sci-Fi-Musical von Saul Williams und Anisia Uzeyman begeisterte das Festival-Publikum in Cannes und Sundance und gilt bereits jetzt als Meilenstein des Afrofuturismus im 21. Jahrhundert. (Grandfilm)
Fr 7.8.
Moonrise Kingdom
Von Wes Anderson, US 2012, 95 Minuten, E/d
Sommer 1965, eine kleine Insel vor New England. Sam ist ein eigenbrötlerischer Pfadfinder, Suzy ein Mädchen mit einem Fernglas und einer nervigen Familie. Die beiden Zwölfjährigen kennen sich kaum – und doch beschliessen sie, gemeinsam abzuhauen. Mit Zelt, Schallplatten und einem selbst gezeichneten Abenteuerplan verschwinden sie in die Wildnis der Insel. Was folgt, ist eine zärtliche Flucht vor einer Welt, die sie nicht versteht. Ein Film wie ein perfekt komponiertes Bild. Wes Anderson erzählt mit unverwechselbarer Präzision und nostalgischem Witz von der ersten grossen Liebe, von Aussenseiter:innen und davon, was es bedeutet, irgendwo dazuzugehören. Mit: Bruce Willis, Bill Murray, Frances McDormand, Edward Norton, Jason Schwartzman, Tilda Swinton und Harvey Keitel.
Mi 12.8.
Il postino
Von Michael Radford, IT/FR/BE 1994, 107 Minuten, I/d
IL POSTINO spielt in den 1950er Jahren auf der Insel Salina, auf die der chilenische Dichter und spätere Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda verbannt ist. Er wird von Briefen seiner Anhänger:innen überschüttet. Der schüchterne Fischer Mario erhält die Stelle als Hilfsbriefträger, um Neruda täglich die Berge von Post, darunter unzählige Liebesbriefe, zu bringen. Zwischen den ungleichen Männern entwickelt sich eine Freundschaft. Angespornt von Nerudas Erfolg bei Frauen beginnt Mario, dessen Gedichte zu lesen und sich von ihm in die Geheimnisse seines Erfolges einweihen zu lassen. Neruda vermittelt Mario, der nie die Schule besucht hat, die Liebe zur Dichtung, und Mario fasst schliesslich den Mut, mit Nerudas Worten, die er als seine eigenen ausgibt, um die schöne, aber unnahbare Beatrice zu werben. Es gelingt ihm, sie für sich zu gewinnen. Sie heiraten, und Neruda wird ihr Trauzeuge. Zur selben Zeit erhält dieser die Nachricht, in seine Heimat zurückkehren zu dürfen. Ein wunderbarer Film einer schönen Geschichte. (Arte Magazin)
Do 13.8.
All we Imagine as Light
Von Payal Kapadia, IN 2024, 118 Minuten, Ml/Hi/Mr/d
In ALL WE IMAGINE AS LIGHT erzählt Payal Kapadia auf poetisch-sensible Weise von Prabha und Anu, zwei Krankenschwestern in einem Spital in Mumbai. Prabha ist vor vielen Jahren eine arrangierte Ehe eingegangen, doch ihr Mann ist kurz nach der Hochzeit nach Deutschland emigriert und lässt kaum mehr von sich hören. Daher wohnt die junge Anu bei ihr, die noch voller Träume für ihre Zukunft ist und eine heimliche Beziehung mit einem muslimischen Jungen führt. Als plötzlich ein Reiskocher per Post eintrifft – womöglich aus Deutschland – gerät die Welt der beiden Frauen aus den Fugen. Ein Ausflug ans Meer mit Prabhas Freundin Parvati verschafft ihnen Raum zur Selbstermächtigung. Mit wunderbaren Aufnahmen vom nächtlichen Mumbai und vor eindringlicher Geräuschkulisse schafft Payal Kapadia in ihrem ersten Spielfilm ein betörendes Werk für Augen und Ohren und erzählt eine herzerwärmende Geschichte voller Menschlichkeit. In Cannes wurde sie als erste Inderin mit dem Grossen Preis der Jury ausgezeichnet. (trigon-film)
Fr 14.8.
Les triplettes de Belleville
Von Sylvain Chomet, FR 2003, 78 Minuten, ohne Dialog
Als Madame Souza ihren Enkel zum Radsport bringt, ahnt sie nicht, wohin diese Leidenschaft sie eines Tages führen wird: mitten in die Tour de France – und direkt in die Fänge der Mafia. Als Champion während des Rennens entführt wird, bricht seine resolute Grossmutter gemeinsam mit ihrem treuen Hund Bruno auf, um ihn zu retten. Die Spur führt in die schillernde Metropole Belleville, wo sie auf die legendären «Triplettes» treffen – drei exzentrische, längst vergessene Revue-Sängerinnen-Drillinge mit ganz besonderen Talenten. Ein Zeichentrickfilm wie kein anderer. Skurril, poetisch und voller Witz entführt Regisseur Sylvain Chomet in eine Welt zwischen Jazz, Nostalgie und Abenteuer – fast ohne Worte, aber mit einer Bildsprache, die man so schnell nicht vergisst. Hinweis: Eine Szene zitiert Josephine Bakers Bananentanz – eine Anspielung auf eine Unterhaltungskultur der 1920er Jahre, die Schwarze Menschen exotisierte und heute als problematisch gilt.
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