Programm
Februar 2012
Im Zug
Do 2.2. und Fr 3.2., 21h
streifen
Von Moïra Himmelsbach, CH 2011, 8 Minuten, OV
Moïra Himmelsbach ist 1987 geboren und in Basel aufgewachsen. 2005 hat sie den einjährigen Vorkurs an der Schule für Gestaltung Basel besucht und anschliessend den Bachelor of Arts in Film an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) erlangt.
Rheingold
Von Niklaus Schilling, D 1978, 91 Minuten, OV
Mit Elke Haltaufderheide u.a.
„Der gebürtige Schweizer Niklaus Schilling (*1944 in Basel) spielt hintersinnig mit den Erzählformen des Melodrams und beschwört zugleich die Mythen und Mysterien deutscher Vergangenheit, die sich um den geschichtsträchtigen „Vater Rhein“ ranken. Der formal brillante Film spielt fast ausschliesslich im Trans-Europ-Express „Rheingold“ und nutzt konsequent die Einheit von Raum und Zeit.“ (Lexikon des Internationalen Films).
„Der Trans-Europ-Express "Rheingold" verkehrte täglich zwischen Hoek van Holland und Genf. Bereits seit Jahrzehnten ist er eine Legende. Nicht nur weil ein Teil seiner Strecke dem Rheinlauf folgt, sondern auch, weil sich mit diesem Namen eine seltsame Mischung aus Mythologie und Luxus verbindet. Für Elisabeth Drossbach hat dieser Zug jedoch noch eine ganz andere Bedeutung. Nur in und mit ihm konnte sich nämlich die leidenschaftliche Beziehung zu einem Schulfreund entwickeln. Ihre Sexualität wurde vom Fahrplan bestimmt. Ihre regelmässigen Reisen von Genf zu ihrer Mutter nach Düsseldorf waren der Anlass. Wolfgang Friedrichs wiederum schätzt die ungebundene Arbeitsweise eines Minibar-Kellners. Vor allem aber liebt er das Ambiente einer Welt, welches ihn bereits als Kind zu einem Eisenbahn-Fan werden liess. Von Anbeginn an hatte das Fahren auf Schienen auch einen stark erotischen Aspekt - der "Rheingold" war seine Erfüllung. (...) In fiebrigen Bildern läuft nun mehr und mehr ein Lebens-Film ihrer Beziehungen ab, immer stärker wird die Sexualität vom Tod überlagert - wird der Zug zur Zeitmaschine...“ (Visualfilm)
↑ Zum Seitenanfang ↑„Der Trans-Europ-Express "Rheingold" verkehrte täglich zwischen Hoek van Holland und Genf. Bereits seit Jahrzehnten ist er eine Legende. Nicht nur weil ein Teil seiner Strecke dem Rheinlauf folgt, sondern auch, weil sich mit diesem Namen eine seltsame Mischung aus Mythologie und Luxus verbindet. Für Elisabeth Drossbach hat dieser Zug jedoch noch eine ganz andere Bedeutung. Nur in und mit ihm konnte sich nämlich die leidenschaftliche Beziehung zu einem Schulfreund entwickeln. Ihre Sexualität wurde vom Fahrplan bestimmt. Ihre regelmässigen Reisen von Genf zu ihrer Mutter nach Düsseldorf waren der Anlass. Wolfgang Friedrichs wiederum schätzt die ungebundene Arbeitsweise eines Minibar-Kellners. Vor allem aber liebt er das Ambiente einer Welt, welches ihn bereits als Kind zu einem Eisenbahn-Fan werden liess. Von Anbeginn an hatte das Fahren auf Schienen auch einen stark erotischen Aspekt - der "Rheingold" war seine Erfüllung. (...) In fiebrigen Bildern läuft nun mehr und mehr ein Lebens-Film ihrer Beziehungen ab, immer stärker wird die Sexualität vom Tod überlagert - wird der Zug zur Zeitmaschine...“ (Visualfilm)
Do 9.2. und Fr 10.2., 21h
streifen
Von Moïra Himmelsbach, CH 2011, 8 Minuten, OV
Moïra Himmelsbach ist 1987 geboren und in Basel aufgewachsen. 2005 hat sie den einjährigen Vorkurs an der Schule für Gestaltung Basel besucht und anschliessend den Bachelor of Arts in Film an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) erlangt.
Dormire
Von Niklaus Schilling, D 1984, 92 Minuten
Mit Sunnyi Melles, Sabina Trooger u.a.
„DORMIRE ist die nahezu perfekte Reduzierung. Er spielt ausschliesslich in einem sechs Quadratmeter kleinen Raum: Im Abteil eines Schlafwagens, der original als umgebautes Videostudio zwischen Hamburg und München fährt. Für zwei Frauen wird die Reise zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle.“ (Munzinger Archiv)
„Inge Romanek hat sich die Fahrt im Nachtzug von Hamburg nach München etwas anders vorgestellt. Statt eines Freundes stürmt in letzter Minute eine Frau herein. Ohne Gepäck, in einem eleganten Abendkleid. So gar nicht für eine solche Reise vorbereitet, erweckt die nervöse Blondine sofort das Interesse der neugierigen Journalistin. Diese leiht der geheimnisvollen Reisenden gerne das nötige Geld für die Fahrkarte. Aber plötzlich weiss Inge auch, dass sie den personifizierten Alptraum ihrer Kindheit vor sich hat...“ (Visualfilm)
„Ein Schlafwagen ist eine eigentümliche Einrichtung. Er transportiert Menschen von einem Ort zu einem anderen und möchte ihnen den Transport möglichst vorenthalten. Die Passagiere werden also in einen organisierten Zustand des Schlafwandelns versetzt; die nicht bewusst erlebte Reise bekommt Traumcharakter. Wer am nächsten Morgen im Schlafwagen erwacht, hat im wahrsten Sinne des Wortes eine "bewegte Nacht" hinter sich. Ein Schlafwagen zeichnet sich aber noch durch ein anderes charakteristisches Merkmal aus: er führt fremde Menschen auf engstem Raum zusammen und zwar in einer Situation, die absolut intim ist - im Schlaf; zu einer Zeit, die wir traditionell für unsere geheimsten Sehnsüchte und Begierden reserviert haben - die Nacht.“ (Gad Klein)
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„Ein Schlafwagen ist eine eigentümliche Einrichtung. Er transportiert Menschen von einem Ort zu einem anderen und möchte ihnen den Transport möglichst vorenthalten. Die Passagiere werden also in einen organisierten Zustand des Schlafwandelns versetzt; die nicht bewusst erlebte Reise bekommt Traumcharakter. Wer am nächsten Morgen im Schlafwagen erwacht, hat im wahrsten Sinne des Wortes eine "bewegte Nacht" hinter sich. Ein Schlafwagen zeichnet sich aber noch durch ein anderes charakteristisches Merkmal aus: er führt fremde Menschen auf engstem Raum zusammen und zwar in einer Situation, die absolut intim ist - im Schlaf; zu einer Zeit, die wir traditionell für unsere geheimsten Sehnsüchte und Begierden reserviert haben - die Nacht.“ (Gad Klein)
Am Freitag 17.2. im Anschluss Gespräch mit Regisseur Manuel Übersax, Islamwissenschaftler und Zugfahrer.
Do 16.2. und Fr 17.2., 21h
streifen
Von Moïra Himmelsbach, CH 2011, 8 Minuten, OV
Moïra Himmelsbach ist 1987 geboren und in Basel aufgewachsen. 2005 hat sie den einjährigen Vorkurs an der Schule für Gestaltung Basel besucht und anschliessend den Bachelor of Arts in Film an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) erlangt.
TransAsia Express
Von Manuel Übersax und Özay Sahin, CH 2008, 78 Minuten, Türkisch/Persisch/Kurdisch/Englisch mit deutschen Untertiteln
TransAsia Express ist ein Roadmovie auf Schienen der Strecke Istanbul-Teheran. Der Istanbuler Musiker Hemo reist im Zug nach Teheran, um sein altes Persisches Seiteninstrument zu reparieren. Eine vielschichtige Collage aus Begegnungen, Musik und einer sich verändernden Landschaft.
„Die Filmemacher wollten bewusst keine Reportage machen, sie hätten auch nicht die Mittel dazu gehabt, und interessierten sich anfangs demnach nur für die Eisenbahn und die Passagiere. Deswegen haben sie beim Filmen bewusst nur nach Details und kleinen Begegnungen gesucht. Für viele Türken, so Uebersax, der im Iran studierte, ist der Iran sehr weit weg. Obwohl sie kein Visum brauchen, wollen sie dort einfach nicht hin, ergänzte Özay. Den türkischen Musiker, der wegen seines iranischen Instruments nach Teheran fuhr, haben sie erst im Laufe der Entwicklung und Vorbereitung kontaktiert. Die Kleinigkeiten, die bei der Reise zur Hauptsache werden, zum Beispiel der Verkäufer auf der Fähre, das Paar im Zug, der Junge am Markt, der photographiert werden will. Wo diese Dinge zum Moment der Reise werden, da geht es um Kleinigkeiten, die verweht werden, die den Charme des Films ausmachen, wo auch jeder jedem alles erklären kann. (...) In Teheran hatte das Team für die fünf Tage Aufenthalt keine offizielle Drehgenehmigung, entsprechend wenig Material davon gibt es im Film zu sehen. Aber in TransAsia Express geht es nicht um den Iran - statt Teheran könnte auch Damaskus das Ziel sein - sondern um die Reise im Zug.“ (Roman Fasching, 32. Duisburger Filmwoche, Diskussionsprotokoll)
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Sa 18.2., 20h
Schulfilme: Abschlussarbeiten Hochschule Luzern & Zürcher Hochschule der Künste
135 Minuten
Frühlingsliebe (Toan Nguyen, 13’, ZHdK)
Die Party (Mica Agustoni, 17', ZHdK)
streifen (Moïra Himmelsbach, 7’, ZHdK)
The Ascending (Thomas Gibbons, 14’, HSLU)
--Pause--
Es geht um die Wurst (Daniel Grunder, 13’, HSLU)
KORPUS (Flo Baumann, 25’, ZHdK)
Urspur (Esther Ruckli, 7’, HSLU)
--Pause--
Little Fighters (Ivana Lalovic, 15’, ZHdK)
Fading (Christopher Iff, 5’, HSLU)
Leyla heisst Nacht (Tirza Bosshardt, 19’, ZHdK)
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streifen (Moïra Himmelsbach, 7’, ZHdK)
The Ascending (Thomas Gibbons, 14’, HSLU)
--Pause--
Es geht um die Wurst (Daniel Grunder, 13’, HSLU)
KORPUS (Flo Baumann, 25’, ZHdK)
Urspur (Esther Ruckli, 7’, HSLU)
--Pause--
Little Fighters (Ivana Lalovic, 15’, ZHdK)
Fading (Christopher Iff, 5’, HSLU)
Leyla heisst Nacht (Tirza Bosshardt, 19’, ZHdK)
Do 23.2. und Fr 24.2., 21h
streifen
Von Moïra Himmelsbach, CH 2011, 8 Minuten, OV
Moïra Himmelsbach ist 1987 geboren und in Basel aufgewachsen. 2005 hat sie den einjährigen Vorkurs an der Schule für Gestaltung Basel besucht und anschliessend den Bachelor of Arts in Film an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) erlangt.
The Cassandra Crossing - Treffpunkt Todesbrücke
Von George Pan Cosmatos, I/UK/D 1976, 129 Minuten, E/d/f
Mit Sophia Loren, Burt Lancaster u.a.
„Ein mit tödlichen Bakterien verseuchter Terrorist entkommt in einem Expresszug nach Stockholm. Der Zug wird daraufhin von einem US-Oberst durch halb Europa auf eine einsturzgefährdete Brücke dirigiert, um die Zeugen der amerikanischen Kriegsforschung loszuwerden. Verzweifelt versuchen einige Passagiere, die die Lage durchschauen, ihrem Schicksal zu entkommen, doch der Zug wird von aussen gesteuert und bewacht. Die Eisenbahn rast durch die Nacht, und niemand kann diese «bewegte Bühne» verlassen – Bedingung des klassischen Zugdramas. Das Besondere an diesem Film: Es darf auch niemand den Zug verlassen. Die Eisenbahn wird zum rollenden Sarg und die Reisenden zum vermeintlich notwendigen Opfer zur Erhaltung der Spezies Mensch.“ (Ulfilas Meyer: Kino-Express)
„Dem bislang unbekannten Regisseur gelang ein sehenswertes Exemplar der Gattung Zugfilm. Dramatik auf engstem Raum; scharf umrissene, glaubwürdige Charakterprofile; eine spezifische Dynamik aus dem Wechselspiel physischer und psychischer Bewegungen, deren Sensationen sich über glänzend montierte Kontraste vermitteln.“ (A. Meyer in «Medium», 7/1977)
Als Katastrophenfilm der 70er Jahre ist der Film ein spannendes und aus heutiger Sicht auch amüsantes Zeitdokument. Dem Basler Publikum werden beispielsweise der vermeintlichen Genfer Bahnhof oder das WHO-Gebäude bekannt vorkommen. Die meisten Szenen des Films wurden nämlich in der Nordwestschweiz gedreht.
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Als Katastrophenfilm der 70er Jahre ist der Film ein spannendes und aus heutiger Sicht auch amüsantes Zeitdokument. Dem Basler Publikum werden beispielsweise der vermeintlichen Genfer Bahnhof oder das WHO-Gebäude bekannt vorkommen. Die meisten Szenen des Films wurden nämlich in der Nordwestschweiz gedreht.