Programm | neues kino Basel  NEU: Unsere gescannten Plakate/Fliers in der Plakatsammlung 


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Grafik: Bosco Ferreira

Oktober 2026
Doppelgänger

Seit jeher verbinden wir unsere Identität sehr stark mit unserem Aussehen. Es ist die äusserliche Zurschaustellung unserer Einzigartigkeit. Was aber, wenn wir gar nicht so einzigartig sind, wie wir dachten, sondern doppelt oder mehrfach existieren? Sei dies als biologischer Zwilling oder Klon, als Imitator, der scheinbar mühelos in unsere Haut schlüpfen kann, oder als unerklärliche übernatürliche Erscheinung? Das Doppelgängermotiv hat seit jeher die Phantasie von Schriftstellern, Künstlern und später auch Filmemachern angeregt. Gerade für Schauspielerinnen und Schauspieler ist es auch reizvoll, total unterschiedliche Persönlichkeitsfacetten in einer Doppelrolle ausleben zu können. Aus dem reichen Fundus von Doppelgängerfilmen zeigen wir eine kleine Auswahl, die andeutet auf wie viele verschiedene Arten dieses Thema ausgeschöpft werden kann.
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Do 29.10. und Fr 30.10., 20h30
Us
Von Jordan Peele, USA 2019, 116 Minuten, English/d
Adelaide Wilson (Lupita Nyong'o) und ihr Mann Gabe (Winston Duke) möchten mit ihren Kindern Zora (Shahadi Wright Joseph) und Jason (Evan Alex) ein paar entspannte Sommertage an der nordkalifornischen Küste verbringen. Mit ihren Freunden, der Tyler-Familie um Kitty (Elisabeth Moss), Josh (Tim Heidecker) und ihren Zwillingstöchtern Becca (Cali Sheldon) und Lindsey (Noelle Sheldon), haben sie auch einen mehr oder weniger schönen ersten Urlaubstag am Strand. Doch als die Wilsons zurück in ihrem Ferienhaus sind, nähern sich am Abend plötzlich seltsame und furchteinflößende Gestalten ihrem Heim. Die ungebetenen Besucher jagen ihnen nicht nur große Angst ein, sie sehen den einzelnen Familienmitgliedern auch verstörend ähnlich. Brutal dringen sie schließlich in ihre Welt ein und machen gnadenlos Jagd auf die Wilsons. Adelaide, Gabe, Zora und Jason sind gezwungen, um ihr Überleben zu kämpfen und müssen sich gleichzeitig selbst jagen... (filmstarts.de)
Nach seinem fulminanten Regiedebüt GET OUT, das gleich den Oscar für das beste Originaldrehbuch einheimste, war man allseits auf Jordan Peeles Zweitling gespannt. Auch US wurde von Peele selbst geschrieben, wobei er hier diverse Elemente aus seinen eigenen Alpträumen in ein faszinierendes und verstörendes Szenario verpackte. Einiges rätselhafter und ausufernder als bei seinem kompakten Erstling, aber visuell und schauspielerisch eindrücklich umgesetzt, so dass einen die Bilder noch länger verfolgen. Also genau das Richtige kurz vor Halloween!
So 15.11., 18h30 - Wieder im Programm! Freier Eintritt/Kollekte.
No Other Land
Von Yuval Abraham+Basel Adra, Palästina/Norwegen 2024, 95 Minuten, Arabisch/deutsche+französiche Untertitel
Die Filmpremiere an der Berlinale hat in den deutschen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Weshalb? In Masafer Yatta, einem Gebiet südlich der Stadt Hebron im besetzten Palästina, wehrt sich eine Gruppe, die sich «Youth of Sumud» nennt, mit gewaltfreien Mitteln gegen die andauernde Enteignung von Land und der ethnischen Säuberung des Gebiets zugunsten jüdischer Siedlungen samt Truppenübungsplatz der israelischen Armee. Aus der Zusammenarbeit des israelischen Friedensaktivisten Yuval Abraham und dem Palästinenser Basel Adra ist ein Film entstanden, der den stetigen Kampf gegen gewalttätige Siedler und die israelische Armee dokumentiert. Es ist die wahre Geschichte zweier Freunde, welche in diesen Tagen die politischen Eliten und ihre eingebetteten Berichterstatter in Rage bringt. Sehenswert, gerade deshalb!
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